15 Juni
2011
Das Grabverbot

Wie ich ja schon einige Male erwähnt habe (und immer noch sehr darunter leide), ist meine Mutter am 11.01.2011 verstorben. Als es damals darum ging, wie die Bestattung von statten gehen soll, wo sie beerdigt wird usw., schlug mir mein Großvater (ihr Vater) vor, dass ich sie aus Kostengründen doch in “sein” Grab geben könnte. Darin sind auch schon ihre Mutter und ihre Großeltern begraben.

Als erstes war mir nicht wohl dabei, da meine Mutter und mein Großvater schon seit längerem keinen Kontakt mehr miteinander hatten, aber ich dachte dann auch daran, wie sehr sie doch an ihrer Mutter hing. Meine Mum war damals genauso alt wie ich, als sie auf einmal ohne liebende Mutter und nur noch mit einem Idioten von Vater da stand. Da ich aber auch überhaupt keinen Plan hatte, was ein neues Grab denn so kosten würde, ob ich mir das mit dem bisschen Geld was übrig geblieben ist von ihr und dem Geld von der Sterbeversicherung leisten könnte, stimmte ich dem Vorschlag von meinem Großvater zu. Er sagte damals, er würde das Grab jetzt eh verlängern lassen und er verlangt auch nichts von mir. Nur, dass ich mich um das Grab kümmere, wenn er mal nicht mehr dazu in der Lage ist. Klar würde ich mich um das Grab kümmern, schließlich liegt darin meine Mutter!

Ein paar Tage nach der Beerdigung trat mir mein Großvater aber schon zum ersten Mal auf den Schlips, als er meinte ich würde mein ganzes Geld (was denkt der sich bitte, was ich geerbt habe, wenn er doch eh immer sagte meine Mum hätte angeblich nur Schulden gemacht) mit irgendwelchen Kerlen verhuren und versaufen. Ja, es war ein “Kerl” bei mir. Aber hierbei handelte es sich um meinen Ex-Freund der extra von Frankfurt zu mir kam damit ich in der schweren Zeit nicht alleine bin. Und darüber bin ich ihm auch heute noch dankbar.

Den nächsten Hammer lieferte mein Opa dann, als er eines Tages anrief. Der Anfang des Telefonats ging ungefähr so: “Ja hallo Daniela, da is da Opa! Ich brauch dich ja gar nicht fragen, wie’s dir geht, weil du lässt es dir ja eh gut gehn.” Tolle Anspielung auf seine Illusion dass ich jetzt nur Parties feiern würde. Er wollte dann von mir, dass ich ihm 650€ für die Verlängerung des Grabes überweise, was die Hälfte des Betrags wäre. Er gab mir noch seine Kontodaten durch und dann war er auch schon wieder weg. Zu mehr als einem “ja.. ja.. ja.. o_O” kam ich nicht. Aber so war das schon immer mit ihm. Wenn er mal redet, dann kann man da nur sehr schwer unterbrechen. Auch ein Grund, warum ich unabhängig vom Streit zwischen ihm und meiner Mum den Kontakt eher gemieden habe.

Als der Anruf kam war ich immer noch voll im Stress mit diversen Behördengängen, Briefen, Kündigungen, etc. so dass ich wirklich andere Probleme hatte als mich um seine Überweisung zu kümmern. 3 Tage später erfuhr ich dann von meiner Oma (väterlicherseits), dass er von mir nichts mehr wissen wolle weil er das Geld ja noch nicht von mir hat. Er wäre fertig mit mir (hatten wir jemals richtig angefangen?) und will nichts mehr mit mir zu tun haben.

Ja, gut. So hätte sich das dann auch geklärt und ich hab mir 650€ gespart. Ich hätte ihm das Geld überwiesen bzw. hätte ihn gefragt, ob ich es nicht vll. in Raten machen könnte weil ich nicht wusste, was eventuell noch für Zahlungen auf mich zukommen werden und wie viel Geld mir im Endeffekt von allem übrig bleibt. Aber gut, er wollte es dann so.

 

Als meine Mum Geburtstag hatte (26.04.), wollte ich ihr eigentlich erst was auf’s Grab hinstellen, kaufte dann aber nur was für daheim, was ich neben ihr Bild stellte. Denn ich dachte mir schon, dass spätestens am nächsten Tag das Zeug von meinem Opa dann weggeworfen werden würde. Also was würde es bringen? Ich weiß, dass meine Mutter genauso gedacht hätte in dieser Situation und um ihr zu gedenken muss ich nicht extra etwas auf’s Grab stellen. Ich denke sowieso jeden Tag an sie und damit sind solche Sachen eben daheim besser aufgehoben. Auch am Muttertag verhielt ich mich so. Zwar hatte meine Mum das letzte Mal was von mir zum Muttertag bekommen als ich noch in der Grundschule war (sie hielt den Tag für sinnfrei), aber natürlich dachte ich an diesem Tag vermehrt an sie. Auch diesmal stellte ich aus oben genannten Gründen nichts ans Grab.

Als ich letztes mal dann bei Stephan war (jaha, Mr. T.!), hat in der Zwischenzeit Karin etwas von dem Gärtnergutschein über 90€ (vom Landratsamt bekommen weil meine Mum dort mal Angestellte war) gekauft und dann auf’s Grab gestellt. Vor ein paar Tagen erfuhr ich dann wieder durch meine Oma, dass mein Opa das nicht möchte, dass ich oder sonstwer (außer ihm) was auf dieses Grab stellt, weil er der Meinung ist, wir würden eh nur die Platte verkratzen. Die Blumengestecke hat er dann weggeworfen. Meine Vermutungen vom Geburts- und Muttertag hatten sich also bestätigt.

Genauso wie sich eines Tages bestätigt hat, was ich schon die ganze Zeit dachte aber nicht sehen wollte. Seit der Beerdigung meiner Mum war ich erst einmal wieder am Grab und das auch nur durch “Zufall”. Ich wollte gerade meine Oma besuchen als ich sie gerade erwischte wie sie mit meiner Tante zum Friedhof fahren wollte. Sie hatte nämlich endlich auch auf das Grab ihres Mannes eine Platte bekommen und die wollte sie mal ansehen. Naja und da ich schon da war fuhr ich mit. Und wenn ich schon mal am Friedhof bin, dann geh ich auch an das Grab meiner Mutter.

Ich wusste genau, dass ich dort ankommen werde und wieder einen unglaublichen Hass gegenüber meinem Großvater spüren werde. Ich wusste, dass er nicht mal den Namen seiner eigenen Tochter in den Grabstein meißeln lässt. Ich wusste es und wollte es aber nie sehen. Aber dann sah ich es. Wie bitteschön kann man seiner einzigen Tochter nicht einmal die letzte Ehre erweisen indem man ihren gottverdammten Namen unter den ihrer Mutter schreiben lässt? Was geht in so einem Gehirn bitte vor?

Wenn ich daran denke, wie er bei der Aussegnung so scheinheilig geweint hat nur um im Anschluss daran wieder gleich zu erzählen was er ja alles für Leute kennt, wo er hier seine Connections hat und da, eben pausenlos seinen Monolog führte, könnte ich kotzen. Sie war sein einziges Kind und er hat sich sein Leben lang scheiße gegenüber ihr verhalten.
Ich bin seine einzige Enkelin und bei mir hat er sich es jetzt schon in viel früheren Jahren verscherzt als bei meiner Mutter.

Ich weiß nur eines, und das sicher. Wenn er stirbt, kommt meine Mutter raus aus diesem Grab und ich kaufe ihr ein eigenes. Hier in meiner Nähe, wo in den wunderschönsten Buchstaben ihr Name geschrieben stehen wird. Koste es, was es wolle.

13 Juni
2011
Wieder am Boden

Eigentlich dachte ich, es wäre vorbei. Ich dachte, ich hätte es geschafft, dass es mir psychisch gut geht und ich nicht wieder in ein tiefes Loch fallen würde. Doch es kommt ja eh immer anders als man denkt.

Seit Freitagabend stehe ich wieder regelrecht unter Strom. Ich bin unruhig, kann mich nicht wirklich auf irgendwas konzentrieren und versuche mich einfach … …weiterlesen…

8 Juni
2011
Adieu Weisheitszahn!
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Seit ca. 30 Minuten bin ich wieder daheim von meinem Besuch beim Zahnarzt. Seit heute morgen plagten mich schon wieder die schlimmsten Horrorvisionen, was denn alles sein könnte.
Klar, vieles ist möglich im Mundraum, aber wenn ich wirklich mein Zahnfleisch aufgeschnitten kriegen sollte, dann müsste ja auch erstmal was weh tun. Aber egal, ich musste trotzdem immer daran denken, was … ...weiterlesen...

8 Juni
2011
[Miyu & Ichigo] Bilderflut #3

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7 Juni
2011
[Miyu & Ichigo] Bilderflut #2

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