30 Juni
2010
Was die Zukunft bringt…

Ganz ehrlich? Ich weiß es nicht.

Das einzige, was ich weiß, ist dass ich mein Studium abbreche. Ich habe ja hier schonmal erwähnt, dass ich unter Sozialer Phobie leide. nachdem ich das erste mal beim Psychiater war und diese tollen bunten Pillen bekommen habe, ging es mir auch Stück für Stück besser. Ja, ich hatte sogar Spaß daran, mich wieder mit Leuten  zu treffen. Doch nun sieht alles wieder ganz anders aus.

Ich gehe nicht mehr in die FH; meide ICQ, Skype und MSN; reagiere nicht auf SMS und anrufe lass ich durchklingeln. Dass davon auch Menschen betroffen sind, mit denen ich mich wirklich gerne unterhalten würde, hält mich nicht davon ab, mich zu “verstecken”. Und wieso? Weil ich keine Lust darauf habe bzw. nicht den Willen zu erzählen, was denn los war und ist, etc. Warum ich das Studium abbrechen werde, wieso ich denn so denke, wie ich das alles ändern könnte.

Als ich mich die letzten Wochen immer mehr zurück gezogen habe – und die letzten paar Tage davon extrem – wurde mir eines klar:
Ich will nicht mehr so weiter machen! Ich will nicht mehr zwanghaft versuchen, “normal” zu werden. Was ist so schlimm daran, wenn ich nicht von Menschen umgeben sein will? Warum sollte ich mit aller Gewalt versuchen, mich zu ändern? Ich mein klar, gibt es einige Nachteile, aber die sind mir im Gegensatz zu dem Stress dann wirklich piepegal!

Ich weiß nicht, was mit meiner Zukunft wird. Erstmal werde ich im August, wenn mein Psychiater wieder da ist, zu ihm gehen und mit ihm darüber reden. Er soll mich dann auch bitte an einen Psychologen überweisen, damit ich mal wirklich alles ausgiebig erzählen kann. Und wer weiß, vielleicht findet man ja den Grund dafür, warum ich so bin wie ich bin. Und nach einiger Zeit werden wir ja dann sehen, wie es weiter geht. Ob ich dann wieder fähig dazu bin, mit anderen Menschen zu arbeiten bzw. mich auch dem “Leistungsdruck” der Gesellschaft auszusetzen. Dann werde ich vielleicht wieder weiterstudieren, oder irgendwas arbeiten. Und wenn nicht? Mein Gott, wie viele Assoziale leben denn bitte vom Staat ohne dass sie sich auch nur jemals die Mühe gemacht haben irgendwas zu erreichen?
Ich bin jetzt 26 Jahre alt und kann einfach nicht mehr. Mein Abitur hatte ich mit 19 Jahren; 7 Jahre Anstrengung sind mir einfach zu viel. Außerdem hat es bislang nichts gebracht.

Nein, ich gebe mich nicht selbst auf. Ich fange nur an, mich endlich so zu akzeptieren wie ich bin. Und wer damit nicht klar kommt, der soll sich bitte um andere Leute kümmern und mich in Ruhe lassen. :3

Was ich allerdings weiß, was ich in “naher” Zukunft wieder machen will: Taschen nähen!
Ich hatte mal einen kleinen Shop in dem ich selbstgenähte Taschen verkauft habe. Naja, irgendwas nützliches muss ja bei der Ausbildung zur BTA (Bekleidungstechnische Assitentin) rausgesprungen sein xD Na gut, ich hab die auch schon vorher genäht *hüstel*
Jedenfalls gab ich den Shop nach einiger Zeit auf, weil mir einfach die Lust am Nähen verging. Mittlerweile reizt es mich aber wieder :) Nur diesmal lass ich es ruhig angehen. Ich hetze mich nicht, setze mich nicht unter Druck und nähe einfach nur zum Spaß an der Freude :) Ja, demnächst… :3

So. Das war das Wort zum Mittwoch.

Habe die Ehre ;D


7 Responses to “Was die Zukunft bringt…”

  1. YuvileyNo Gravatar Says:

    Lisl, du hast meine volle Unterstützung. Warum? Weil ich dich total verstehe. Ich bin selbst auch genau deswegen in Behandlung. Zu behaupten ich weiss wie es dir geht wäre gelogen, denn trotz inzwischen 2 Jahren wöchentliche Besuche beim Psychologen weiss ich auch noch nicht genau wieso weshalb warum.

    Wir kennen uns zwar nur über das Internet – aber hey mordene Welt. Ich bin für dich da Schnucke wenn du jemanden brauchst. Und das wichtigste: Mach dein Ding, finde dich selber etc. usw. Ich weiss wie das ist :)

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  2. TinaNo Gravatar Says:

    Wir haben noch nie miteinander geschrieben, ich bin nur zufällig über diesen Blog gestolpert weil ich früher öfter mal wegen deinen WoW Posts reingeschaut habe.

    Ich verstehe dich total was das Thema betrifft. Auch wenn es bei mir keine, oder nicht nur, eine Sozial Phobie ist.
    Mein Leben schwankt und mit dem Leistungsdruck in unserer Gesellschaft komme ich nicht zurecht. Ab August muss ich mich deswegen 10 Wochen in einer Tagesklinik behandeln lassen, nehme Risperidon und stehe schon wieder kurz davor einen Job zu verlieren.

    Lange Rede kurzer Sinn, so makaber es klingt .. aber es tut gut auch mal von anderen zu hören die ähnliche Probleme haben. Da fühlt man sich weniger alleine.

    Nur Mut, versuch am Ball zu bleiben .. ob das Therapien oder evt. auch Tabletten beinhalten. Ich drücke dir alle Daumen.

    LG

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  3. TinaNo Gravatar Says:

    Ich kann dich so gut verstehen Lisl, was du beschreibst klingt fast genau so, wie ich das damals mit meinem Studium erlebt habe. Es ging einfach nicht und das obwohl ich eigentlich genau das machen wollte. Glücklicherweise habe ich Freunde, die mich verstehen, dafür habe ich keinen Kontakt mehr zu meiner Familie (zumal vieles von dem, warum ich heute so bin, wie ich bin, mit Sicherheit auf ihr Konto geht).
    Zu einem Psychologen sollte ich auch unbedingt – wenn die Wartezeiten nicht so furchtbar lang wären…
    Ansonsten kann ich mich Sarah nur anschließen, wenn du wenn zum Quatschen brauchst *auf mich deut*.

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  4. TeraelNo Gravatar Says:

    Uffftz, ich kenne dich nicht und ich glaube auch, dass keiner nachempfinden kann wie es dir geht. Wie es sich anfühlt in deiner Haut zustecken. Wie es ist wen einem alles zu viel ist… jeder einzelne Mensch. So versteh ich das und hoffe ich hab das auch richtig verstanden.

    Dennoch wünsche ich dir auf deinem Weg alles Gute, viel Erfolg, etc. und das du dein Ding durchziehst und, wie Yuviley so schön schrieb, dich selbst findest….

    Und denk dran es gibt auch im Weltweiten Netz Menschen die für dich da sind… :)

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  5. AyuNo Gravatar Says:

    Ich kann das was du schreibst sooo gut nachvollziehen.
    Vor allem die Stelle mit dem “nicht reden wollen”.. So geht’s mir auch. Mir wurde zwar keine Sozialphobie diagnostiziert, aber ich hab einfach auch kein Interesse daran viele soziale Kontakte zu haben.. Am liebsten bin ich dann doch allein, weil “draußen” viel zu viele Erwartungen an mich gestellt werden. Das fängt ja schon beim Kaffee trinken mit Freunden an. Oder mit der Begrüßung auf Arbeit.. ö.Ö Ich verstehe nicht so recht, warum man sich mit “Hallo” ankündigen muss, für mich wärs am besten ich ginge hin und am Ende wieder weg und keiner hat mich gesehen ^^

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  6. PsychaoticNo Gravatar Says:

    Ich bin hier eigentlich nur stiller Mitleser und habe auch laaange überlegt ob ich was dazu schreiben soll, aber schlußendlich finde ich es wichtig. Du bist damit nicht alleine !
    Auch ich habe damals schweren Herzens mein Studium abgebrochen, weil mir die Leute, der Leistungsdruck, aber vor allem diese Massen an Menschen mit denen man sich auseinandersetzen MUSS, weil Studium sonst nicht funktioniert, fast in den Wahnsinn getrieben. Auch mir wurde dann irgendwann klar “Ok, das geht so nicht. SO bist Du einfach nicht. Das muss ich akzeptieren”. Und die Welt ist davon nicht untergegangen.
    Akzeptanz ist der 1. Schritt in die richtige Richtung und von da aus dann wieder in die Zukunft. Es gibt so viele Dinge die man tun kann, auch ohne ständig von Menschen umgeben zu sein. Und je offener man damit umgeht, umso mehr hat das Umfeld auch die Möglichkeit sich darauf einzustellen und zu verstehen.

    War übrigens studienmässig auch im sozialen Bereich unterwegs ;)

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  7. ForesightNo Gravatar Says:

    Hey liz ich war ab und zu auf deiner Seite, kennen uns noch von Carnivores.. Foresight der Priester… ;)

    Leben und Leben lassen nicht wahr ;) So wie die Gellschaft und aufzieht und hofft das wir alle durch das Muster passen so muss mann doch erkennen das wir nicht alle gleich sind, die einen stehen voll drauf sich mit vielen leuten zu treffen und das gilt wohl in dem Gesellschaftsmuster als Normal, die anderen ziehen es vor alleine seine Freizeit zu gestallten. Jeder wie er möchte, ich denke man muss sich immer so aktzeptieren wie man ist.. auch zu sich selbst stehen

    und wenn das bedeutet das man damit evtl auf den ersten blick alleine ist. Ich zb mag es einfach nach der Arbeit meine Ruhe zu haben meinen Gedanken nach zugehen zu tun und lassen was ich will warum?

    Denke es die Freiheit ich zu sein, in einer Welt die so gerne für alles ein Muster oder Schubladen bereit stellt. Ich habe auch eine Zeit gebraucht um das für mich zu erkennen meine Vergangenheit hat mich zu dem gemacht was ich heute mit all meinen Fehlern und Schwächen wie Stärken und Vorzügen evtl bin in manchen augen ein komischer junger Mann ein Ausseinseiter ,ohne großen Freundeskreis doch in wirklichkeit bin ich einfach nur ich selbst und fühle mich gut dabei , sicher es gibt höhen und tiefen die wird es im Leben immer geben denn sonst wäre es ja kein Leben ;) Kopf hoch liz sei wer du sein möchtest ohne Regeln vergiss nur eines nicht was ich lange getan habe Hoffnung nicht jetzt Hoffnung auf einen bessern Tag nein Hoffnung auf Frieden in Dir und deinem Umfeld auf einem so unfreien Planeten ;)

    Einen Weg zu verfolgen der einem nicht bestimmt ist bedeutet gegen den Strom zu schwimmen seine Bestimmung zu erkennen bedeutet vom Lebenstrom getragen zu werden.

    Liebe grüße

    Eine alter Gildenbekannter ;P

    LF FREE HUMAN BEING geht dann sofort los GOOD LUCK RUN ^^

    Rechtschreibfehler sind sicherlich……. DRIN ;)

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:) ^^ >.< :3 <3 ;) :( -.- xD :< more »